Podcast

Montag, 13. Mai 2013

Fischer macht sich für Personalisierte Medizin stark

Die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller, Birgit Fischer, hat sich für eine verstärkte personalisierte Medizin eingesetzt. Zwar müsse für Vortests mehr ausgegeben werden, doch ließen sich dafür therapeutische Fehlversuche einsparen. „Schneller wirksam behandelte Patienten dürften oft auch weniger Folgekosten verursachen“, sagte Fischer am Mittwoch in Berlin.


Auf einer Fachtagung des Bundesverbands Managed Care (BMC) ging auch BMC-Chef Prof. Volker Amelung auf das von der Pharmaindustrie favorisierte Konzept ein. „Befürchtungen der Krankenkassen, dass innovative Konzepte wie die Personalisierte Medizin zu erheblichen Kostensteigerungen führen könnten, müssen ernst genommen und mit den für die Patienten entstehenden Zusatznutzen sorgfältig abgewogen werden", erklärt er.
Das deutsche Gesundheitswesen sehe sich in absehbarer Zukunft mit zahlreichen Versorgungsherausforderungen konfrontiert, sagte Amelung. „Wollen wir diesen effizient begegnen, benötigen wir innovative Lösungsansätze - sowohl im Bereich von Produkten und Therapien als auch bei Verfahren und Betreuungskonzepten.“

Die Personalisierte Medizin zählt nach Meinung des BMC zu den derzeit innovativsten Bereichen und sei einer der neuesten Hoffnungsträger der Gesundheitswirtschaft. Durch die Berücksichtigung individueller Charakteristiken des einzelnen Patienten könne die Genauigkeit von Krankheitsdiagnosen erhöht sowie die gezielte Auswahl und Entwicklung von wirksamen Therapieoptionen befördert werden.

Vfa-Chefin Fischer, die bis 2011 Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK war, hatte ebenfalls betonte: „Personalisierte Medizin bedeutet nicht automatisch eine teurere Medizin. Krankenkassen wollen zu Recht für jede Ausgabe auch einen gesundheitlichen Gegenwert erhalten. Da kommt es ihnen doch entgegen, wenn neue Medikamente mit Test auf Eignung im Einzelfall angeboten werden. Ich erwarte, dass dies bei den von den Kassen akzeptierten Erstattungsbeträgen für neue Medikamente angemessen berücksichtigt wird; und dass das Gesundheitssystem sich auch rechtzeitig darum kümmert, dass die Vortests erstattet werden können."

Quelle: zaend.de

questions or requests? contact us

Name

E-Mail *

Nachricht *