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Montag, 17. Dezember 2012

Waffenmonopol?

Lockerung oder Verschärfung?

Nach der Gewalt in den USA sind die Lager gespalten: die Einen plädieren für eine strengeres Waffengesetz respektive Verbot, die Anderen wollen das Waffenrecht weiter lockern. Vor allem unter den gesellschaftlich Kritischen vermehrt sich die Skepsis gegenüber einem strengeren Waffengesetz. Welches sind die Hintergründe?

Eines vorweg:

Es erscheint mir vollkommen absurd, dass Menschen halbautomatische Handfeuerwaffen mit sich herumtragen, um sich selbst zu schützen. Vor wem will sich ein Mensch mit einem Sturmgewehr, das 500 Schuss pro Minute abfeuern kann, bitteschön selbst verteidigen?


Einige Senatoren haben bereits angekündigt, eine Lockerung der Waffengesetze anzustreben. Feuer soll also mit noch mehr Feuer bekämpft werden. Doch würde eine noch lockere Handhabung der Waffenhaltung dazu beitragen, dass weniger Straftaten getätigt würden? ICH kann mir das nicht vorstellen.... Oder versucht der Staat tatsächlich die Bürger zu entwaffnen, aus Angst vor sozialen Unruhen, die als Folge der gesellschaftlich-finanziellen Krise entstehen könnten? Eine Entwaffnung im großen Stile, um die Bevölkerung zu unterwerfen und dem Willen der herrschenden Elite unter zu ordnen! Ein Waffenmonopol, das gänzlich beim Staat liegt.

Dass uns - in Europa oder in Amerika - schwere Zeiten bevor stehen, steht wohl außer Frage. Dass von diesen schweren Zeiten nicht nur die unterste Schicht betroffen sein wird, sondern mit Sicherheit 90 % der Bevölkerung, scheint ebenso klar. Doch ich hege auch keinerlei Zweifel daran, dass die davon betroffene Bevölkerung auch ohne halbautomatische Waffen genügend Macht und Kraft wird ausüben können, sich in einem solchen Fall zur Wehr zu setzen. Die Kraft der verzweifelten Masse ist enorm! Das hat im Übrigen die Geschichte auch schon gezeigt. Wenn es zu sozialen Unruhen kommt, wenn es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommt, wenn es zu Bürgerkriegen kommt, spielt es keine Rolle mehr, ob die gewaltige Mehrheit der Bevölkerung solche Waffen privat besitzt oder nicht. Denn es gäbe in einem solchen Falle genügend andere Wege.

Daher kann es keine Alternative zum Verbot solcher Waffen geben. Die Gewalt Einzelner richtet sich sonst meistens gegen Mitbürger. Weniger dieser Tötungsmaschinen würden dieses Gewaltpotential und die Möglichkeiten der Ausübung deutlich einschränken.

Und doch ändert sich nichts daran, dass das Problem nicht in der Waffenfrage liegt. Das Problem ist an der Wurzel zu suchen. Die Perversion unserer Systems, die soziale und ökologische Besinnungslosigkeit sind die wahren Probleme.

In diesem Sinne, Daniel 

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